Definierung, Ausrichtung und Findungsphase
Eine uneingeschränkt, unvoreingenommene, ausführliche und ehrliche Aussage zu meiner Vermittlergeschichte:
Ich hatte sehr gute finanzielle Voraussetzungen, um in das Leben zu starten, denn mein Vater hat schon immer zusätzlich in Aktien und meine Mutter in Immobilien investiert. Aber beide haben mir ihr finanzielles Wissen nicht vermittelt und hatten außerdem keine Ahnung von Versicherungen. Als ich 2014 erstmals hinterfragte, wohin monatlich mein Geld fließt, fing ich damit an mich eigenständig mit meinen Finanzen auseinanderzusetzen und fand heraus, dass Optimierungsbedarf bei meinen Produkten bestand, die ich bei dem freundlichen und kompetent-wirkenden Berater meiner Eltern abgeschlossen hatte. Daraus entstand ein neues Hobby für mich.
Ende 2015 begann ich dann meinen Werdegang im Versicherungs- und Finanzvertrieb und machte eine weitere einschneidende Erfahrung: jeder Vertrag wurde gekündigt und ein neuer abgeschlossen. Manches war definitiv sinnvoll, wobei der wahre Grund wohl nicht die vermeintlich besten Produkte oder der eigene Provision war, sondern ausschlaggebend war der Verdienst des Vertriebes. Das hat mir jahrelang meine Dienstunfähigkeit gekostet, die ich erst fünf Jahre später (auf Grund von gesundheitlichen Problemen) wiedererlangte.
Im Herbst 2016 machte ich meine Prüfung zum Versicherungsfachmann und im Vertrieb lernte ich der Versicherungsbranche rebellisch gegenüberzustehen. Warum? Weil alle anderen Berater schlecht und wir die Besten sind. Erst 2018 bemerkte ich, dass der Vertrieb nicht das war, wie ich mir eine Kundenberatung vorstellte, nämlich objektiv, unabhängig, aufrichtig und ehrlich. Als hauptberuflicher Berater war man auf den Verkauf und Verdienst angewiesen, persönliche Wünsche und Bedürfnisse der Kunden wurden wenig berücksichtigt und als Tochterfirma gab es eine begrenzte Produktauswahl.
Zudem bemerkte ich, dass der Vertrieb deutlich weniger Provision zahlte als üblich. In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, wie viel Provision bei einem Versicherungsprodukt ausgeschüttet wird - diese wird immer ausgeschüttet, egal ob der Vertrag online, bei einem Makler oder Vertrieb abgeschlossen wird. Daraufhin beschäftigte ich mich mit der Maklerschaft, bei der der Kunde deutlich bessere und objektivere Produkte erhält und die Freiheit besitzt unvoreingenommen zwischen mehreren Optionen auswählen zu können. Das war der wahre Beginn meines Unternehmens.
Ich vertrete bis heute die Aussage, dass Berater des Vertriebes eine sehr gute Arbeit machen, habe jedoch für mich persönlich erkannt, dass dieser eingeschlagene Berufsweg nicht der Richtige für mich war. Ich wollte auf Grund der mangelnden Unabhängigkeit in der Beratung und der finanziellen Abhängigkeit nicht mehr für der Vertrieb tätig sein. Zudem habe ich aus dieser Zeit mitgenommen, dass ich nicht als hauptberuflicher Berater tätig sein will, da mich die Selbstständigkeit privat sehr belastet hat. Hätte ich diese Erfahrungen nicht gemacht, würde ich heute wahrscheinlich nicht so energisch und aufrichtig an die Sache herangehen wie ich das jetzt tue. Mir ist es wichtig mit der Zeit, dem Geld und den Nerven, die mich und meine Kunden betreffen, möglichst schonend umzugehen.
Dies führte dazu, dass ich mich beruflich umorientierte und anfing einen soliden Beruf auszuüben. Nebenberuflich gründete ich mein eigenes Unternehmen als freier Makler der Fondsfinanz. Seither erweiterte ich mein Wissen und blieb offen für jede neue Möglichkeit. Es wurde zu einer täglichen Aufgabe für mich und meine Kunden Verantwortung zu übernehmen. Es ist zu einem Herzensanliegen geworden, dem ich gerne mit voller Hingabe nachgehe.
Selbst als ich meine Nebentätigkeit auf Grund meines Hauptberufes ruhen lassen musste, hielt mich dies nicht davon ab mich weiterhin mit Finanzthemen zu beschäftigen und mein Wissen zu vertiefen. Ich kann immer wieder nur betonen, wie gerne ich mich mit diesen Themen auseinandersetze und dies einen angenehmen Ausgleich zu meinem Hauptberuf für mich darstellt. Während meiner Pause trat ich mit der Verbraucherbildung in Kontakt, die als informierender Berater eigenständig keine Produkte vermitteln dürfen und deren Hauptaufgabe darin besteht, Kunden aufzuklären. Diese Grundwerte nahm ich als Leitfaden für meine künftige Beratungsweise.
Inzwischen nahm ich meine Nebentätigkeit wieder auf und stehe seither wieder beratend zur Seite. Ich möchte gerne bei jedem Lebensziel weiterhelfen und all das Wissen, für jeden verständlich und auf das Wesentliche heruntergebrochen, weitergeben. Wissen ist der Grundstein jeder (finanziellen) Bildung und dieses sollte für jeden kostenlos zugänglich sein.
Mein eigener Anspruch und tägliche Herausforderung
Es ist mir wichtig mit Experten und Influencern so gut es geht im ständigen Kontakt zu sein, obwohl die Digitalisierung auch diese Branche extrem dynamisiert hat. Ich möchte selbst immer auf dem Laufenden sein und wichtige Informationen für Kunden frühzeitig erfahren. Es ist aber auch zu einer Herausforderung geworden mit soziale Medien und schnelllebigen Werbekampagnen fuß zu halten, denn diese bieten für Kunden und Verkäufer eine unglaubliche Möglichkeit, aber auch eine erhebliche Gefahr.
Vieles wird verkompliziert und von vermeintlichen Vorteilen gesprochen, um den Kunden zu binden. Es muss aber nicht kompliziert sein, denn oft genügen die wesentlichen Produktmerkmale. Ich möchte in erster Linie, dass jeder bestens informiert ist.
Lebensziele - Meine Big 5
Geld ist nicht alles im Leben, vollkommen richtig. Im Buch "The Big Five for Life" geht es um die wesentlichen Beweggründe und Ziele des eigenen Lebens, also um den Kern des Wesens. Es ist natürlich sehr individuell, welches Motiv jeder Einzelne verfolgt, denn es geht um die Überzeugung und den Zweck dahinter. Deshalb habe ich mir über meine "Big Five" Gedanken gemacht und das Erreichen dieser ist ein fester Bestandteil meines Lebens.
Ich möchte einen Beitrag gegen finanzieller Bildung leisten. Es kommt darauf an, was du daraus machst. Robert Kiyosaki hätte es nicht besser formulieren können, denn gegen finanzielle Armut hilft nur Bildung:
"Es gibt einen Unterschied zwischen Armut und Pleite. Pleite ist temporär. Armut ist ewig."
- R. Kyosaki